Gong Fu Cha – Schulung der Sinne

Die chinesische Teekunst entwickelte sich gegen Ende der Ming-Dynastie. Der Tee wurde nun bewusster getrunken und sorgfältiger Zubereitet. Die Kunst gehörte eng mit dem Tee zusammen und so entstanden in dieser Zeit auch viele Poetische Werke und Malereien über den Tee.

Im ersten Buch über den Tee, das „Chajing“, wurden bereits genaue Schritte über die Bereitung niedergeschrieben. Diese Regeln sind vor allem in Taiwan noch lebendig und wurden weiterentwickelt. Langsam kehrt die Kunst nun auch wieder, nach der Kultur Revolution, auf Festland China zurück.

Das Gong Fu Cha ist eine Aufwendige Art der Tee Bereitung, welche vor allem die Seele Befriedigen soll. Daran erkennt man schon das die Kunst weniger auf Durstlöschen zielt, eher mit seinen feinen Kännchen und Geschirr die Sinne anregt und die Gesundheit fördert.

Für mich ist die Art Tee zubereiten abzuschalten und Frieden zu finden im täglichen Schmutz und Unruhen, Begierden und Stress dieser Welt. Das perfekte im unperfekten. Ein Plätzchen Ruhe und Frieden. Bei der Zubereitung des Gong Fu Chas ist Ruhe, Einklang mit sich selbst und viel Zeit gefragt.

Es wird Wert auf Geruch und Geschmack gelegt, wobei die anderen Sinne auch nicht zu kurz kommen.


Tiefes einatmen, den Stress des Tages vergessen lassen,

eine Sekunde der Ruhe und des Friedens,

höre das Wasser wie es sich langsam in Deiner Teeschale ergießt,

fühle die Wärme der Schale gefüllt mit dem reinen Getränk,

es duftet so sanft, so klar und doch so voll und mundig,

ein Schluck offenbart Dir das Dao und erfüllt Deinen Köper mit Wärme und Geborgenheit.

Jede Schale Tee schmeckt anders und es gibt viel zu entdecken. Eine wahre Freude…

Jeder Teemeister hat seine eigene Art der Teebereitung, sie mag gleich erscheinen, dennoch sind die Feinheiten speziell.